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22. Backspiegel 2022
Ausgabe vom 3. Juni 2022

Der wöchentliche Nachrichtendienst über und für die Backbranche im deutschsprachigen Teil Europas per E-Mail: aktuell, informativ und unabhängig.
Herausgeber: Food2Multimedia GmbH

Inhalt:

1. Bäckerei Kloser in Schwierigkeiten 

2. Zu hohe Verluste: Keine Chance für Ubbo´s Backhuus
3. Bäckerhandwerk: Mehr Umsatz, aber weniger Personal
4. ARYZTA: Zweistelliges Umsatzplus in Q3
5. Neuer Unternehmensfilm über Mestemacher
6. Valora tritt in Deutschland in den Fast-Casual-Markt ein

7. Doris Wendel verantwortet die Nachhaltigkeitsstrategie bei Ölz
8. backaldrin hat einen neuen Verkaufsleiter Österreich
9. Neuer CEO für Espresso House
10. In Weinheim: Erster Ausbildungsgipfel fürs Bäckerhandwerk

1. Bäckerei Kloser in Schwierigkeiten 
Die österreichische Kloser`s Bäckerei GmbH mit Sitz in Bregenz hat Konkurs anmelden müssen. Als Ursache nennt das Unternehmen mit 17 Filialen und 89 Mitarbeitern ausbleibende Unterstützungshilfen. „Coronabedingt wurde ein Lockdown-Umsatzersatz sowie ein Verlustersatz beantragt. Diese beiden Unterstützungsmaßnahmen wurden bis heute nicht ausbezahlt“, teilt das Unternehmen gegenüber dem KSV1870 mit. Da die vorhandene Liquidität nunmehr aufgebraucht sei, musste der Antrag auf Konkurseröffnung eingebracht werden. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2,1 Mio. EUR. 

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2. Zu hohe Verluste: Keine Chance für Ubbo´s Backhuus
Die angeschlagene Bäckerei Ubbo´s Backhuus aus Aurich/Ostfriesland wollte sich selbst aus den Schwierigkeiten befreien, sechs Wochen nach Anmeldung der Insolvenz (Ende März) war dieser Plan Geschichte. Zu viele Filialen schrieben Verluste, berichtet die Ostfriesen-Zeitung. Die mit der Insolvenzverwaltung beauftragte Rechtsanwaltskanzlei BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte erklärt: „Tiefgreifende strukturelle Schwierigkeiten, insbesondere in den betrieblichen Abläufen sowie eine in der Vergangenheit nicht optimale Standortpolitik mit einem Altbestand von umsatzschwachen Filialen haben dazu geführt, dass die Geschäftsführung in Abstimmung mit dem bevollmächtigten Rechtsanwalt Alexander Vey sowie der kaufmännischen Beratung der OBIC Steuerberatungsgesellschaft aus Oldenburg aufgrund des zwischenzeitlich hohen Verlustes von Marktanteilen und der damit einhergehenden fortbestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten entschieden haben, das für die Bäckerei erarbeitete Sanierungskonzept nicht weiter voranzutreiben.“ Die Hauptfilialen von Ubbo´s Backhuus - insgesamt gehörten 18 Standorte zum Unternehmen - wurden von den Bäckereien Lorenz Victorbur und Musswessels übernommen. Alle rund 100 Mitarbeiter hätten Jobangebote erhalten. 

3. Bäckerhandwerk: Mehr Umsatz, aber weniger Personal
© Zentralverband/Darius Ramazani
Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat die Strukturzahlen für 2021 veröffentlicht – „mit einem Umsatz, der Hoffnung macht, aber auch einem erneuten Rückgang an Auszubildenden“, so der Verband. 
Auch 2021 war geprägt von der Corona-Pandemie, damit einhergehend zahlreiche Verordnungen, Gastro-Schließungen und Beschränkungen, die vor allem kleine Betriebe vor große Herausforderungen stellten. Umso erfreulicher ist es, dass das Bäckerhandwerk im vergangenen Jahr 14,89 Mrd. EUR umsetzen konnte und sich damit über ein Umsatzplus von 3 Prozent freuen kann. „Wir sind erleichtert, dass unsere Bäcker auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sind und sich der Umsatz im Jahr 2021 etwas erholt hat. Es zeigt, dass die Verbraucher dem Bäckerhandwerk treu bleiben“, erklärt der Verbandspräsident Michael Wippler. „Unser Sorgenkind ‚Personal‘ bleibt jedoch weiter bestehen – es wird für Betriebe zunehmend schwieriger, gute Mitarbeiter zu bekommen und Azubis einzustellen.“ Die Anzahl der Beschäftigten im Bäckerhandwerk ging um 5,4 Prozent auf nunmehr rund 240.800 Mitarbeiter zurück. Auch die Anzahl der Bäckereibetriebe ging mit 2,1 Prozent leicht zurück: In der Handwerksrolle eingetragen waren zum Stichtag 9.965 Betriebe. Der Rückgang der Betriebszahlen ist damit auch im zweiten Jahr der Pandemie moderat im Vergleich zu den Jahren davor ausgefallen. Erfreulich ist vor allem die Zahl der Neugründungen: 388 neue Betriebe wurden in der Handwerksrolle eingetragen. Dieser Trend zeigt sich seit Jahren stabil. 
Insgesamt bot die Branche 12.242 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz, darunter 4.744 Bäcker und Bäckerinnen und 7.350 Bäckereifachverkäufer und -verkäuferinnen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist bundesweit um 7 Prozent gesunken und lag bei 2.939. „Wir sehen die rückläufigen Lehrlingszahlen mit großer Sorge, denn jeder nicht unterschriebene Ausbildungsvertrag heute bedeutet einen noch größeren Fachkräftemangel morgen“, warnt Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands. 
Die Strukturzahlen 2014 bis 2021 finden Sie unter diesem Link. 

4. ARYZTA: Zweistelliges Umsatzplus in Q3
Der Backwarenkonzern ARYZTA meldet für das dritte Quartal (Februar-April) des laufenden Geschäftsjahres ein organisches Umsatzwachstum von 22,6 %. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern im dritten Quartal einen Umsatz von rund 433,9 Mio. EUR. Das Plus sei auf ein Volumenwachstum von 15,6 % und ein Preis/Mix-Wachstum von 7 % zurückzuführen. Eine besonders starke Leistung habe die Region „Europa“, vor allem in Frankreich und Deutschland, mit einem organischen Umsatzwachstum von 25,6 % gezeigt. Im „Rest of World“ lag das Plus im dritten Quartal bei 7,2 %.

5. Neuer Unternehmensfilm über Mestemacher
© Mestemacher/TBD Media
Es gibt einen neuen Unternehmensfilm über Mestemacher. Zur Kampagne „50 German Leaders“ rückt TBD Media, London, die Gütersloher Großbäckerei ins Rampenlicht. Der Film beleuchtet die Erfolgsfaktoren des Weltmarktführers für ungeöffnet lang haltbare Roggen-vollkornbrote, Westfälische Pumpernickel und internationale Brotspezialitäten. Die geschäftsführende Gesellschafterin und Sprecherin der Mestemacher-Gruppe, Prof. Dr. Ulrike Detmers, hebt anhand eines 4-Säulen-Modell hervor, was das Geheimnis des unternehmerischen Erfolgs des 150-Jahre alten Familienunternehmens ist: „Denke Global, handle regional, das ist unsere Philosophie.“ Das ist der Link zum Film.

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6. Valora tritt in Deutschland in den Fast-Casual-Markt ein
© KIEPER FilmFotografie | Frittenwerk
Valora übernimmt das in Deutschland beheimatete Format Frittenwerk. Damit tritt das Unternehmen in den attraktiven Fast-Casual-Markt ein, Neuland für Valora. Es sei der strategisch nächste Entwicklungsschritt vom bislang mehrheitlich im Take-Away betriebenen Food-Service-Geschäft in Richtung Erlebnisgastronomie mit bekannten Self-Service-Prozessen. 
Der deutsche Fast-Casual-Markt ist zwischen 2016 und 2019 im Durchschnitt jährlich um +9 % gewachsen und hat sich deutlich über dem gesamten Out-of-Home-Markt (+3 %) entwickelt. Auch für die kommenden Jahre wird ein überproportionales Wachstum im Vergleich zum Gesamtmarkt erwartet. (Quelle: CREST Konsumentenpanel, npdgroup deutschland GmbH). 
Das Frittenwerk fokussiert sich seit Gründung Ende 2014 auf moderne Interpretationen des kanadischen Imbiss-Klassikers Poutine, auf der Speisekarte dreht sich alles um ausgefallene Frittengerichte. Als First Mover verfügt die Pommesmanufaktur über ein hohes Potenzial zur weiteren Skalierung, so Valora. Das Unternehmen plant, das aktuell 27 Standorte große Netzwerk bis 2025 zu verdoppeln. 
Das Frittenwerk wird künftig innerhalb der Valora Food-Service-Division so dezentral wie möglich geführt. Das Gründerteam bleibt an Bord. Ebenso werden die bisherigen Mitarbeitenden übernommen. Der Zukauf erfolgt voraussichtlich zum 1. Juli 2022. 

6. Doris Wendel verantwortet die Nachhaltigkeitsstrategie bei Ölz
Doris Wendel  © Ölz der Meisterbäcker
Ölz der Meisterbäcker richtet seine Unternehmensstrategie und Markenführung künftig noch stärker auf Nachhaltigkeit aus. Die Leitung und Koordination dieser Agenden übernimmt Doris Wendel - zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben. Die 51-jährige Prokuristin verantwortet seit mehr als 20 Jahren den Bereich Marketing & Kommunikation bei Ölz. „Unsere Vision ist es, alle unsere Prozesse konsequent auf eine gesamtheitliche – ökologische, ökonomische und soziale – Nachhaltigkeitsbetrachtung auszurichten”, so Wendel. Und Bernhard und Florian Ölz, Eigentürmer und Geschäftsführer von Ölz: „Wir handeln proaktiv, denn es liegt in unserer Verantwortung, wie wir die Umwelt an die nächste Generation übergeben.“

7. backaldrin hat einen neuen Verkaufsleiter Österreich
Wolfgang Daume © backaldrin
Wolfgang Daume ist neuer Verkaufsleiter für Österreich beim internationalen Backgrundstoffhersteller backaldrin. Der 50-Jährige verantwortet zukünftig sämtliche Vertriebsagenden für den oberösterreichischen Familienbetrieb. Langjährige Erfahrung sammelte der gebürtige Linzer in bisherigen Positionen bei namhaften Unternehmen der Backbranche sowie im Lebensmittelhandel. „Wir freuen uns mit Wolfang Daume einen erfahrenen Kollegen aus der Branche an Board begrüßen zu dürfen. Er bringt viel Erfahrung mit, kennt die Herausforderungen des Marktes und passt perfekt zu den Werten unseres Unternehmens“, berichtet Geschäftsführer Harald Deller.








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8. Neuer CEO für Espresso House
Anssi Thureson (l.) und John Nylén © Espresso House
Die Coffeeshop-Kette Espresso House gibt einen Wechsel in der Geschäftsführung bekannt. Nach fast sieben Jahren als CEO und insgesamt 18 Jahren im Unternehmen tritt John Nylén von seinem Amt zurück. Der Verwaltungsrat der Group hat Anssi Thureson, bislang Chief Operations Officer (COO), zum neuen CEO ernannt. Auch Tomas Ekroth, Group Chief Financial Officer (CFO), verlässt das Unternehmen nach neun Jahren. Anders Ljungdahl, ehemaliger CFO der Medienagentur GroupM Sweden, wird sein Nachfolger. Sowohl John Nylén als auch Tomas Ekroth werden während einer Übergangszeit eine beratende Funktion im Unternehmen ausüben.
Espresso House ist eine der führenden Coffeeshop-Ketten in nordischen Regionen mit fast 500 Coffeeshops in Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Deutschland. 

10. In Weinheim: Erster Ausbildungsgipfel fürs Bäckerhandwerk
© Akademie Weinheim 
Die duale Ausbildung im Bäckerhandwerk und in zahlreichen anderen Branchen steckt in der Krise: Die Nachfrage ist auf einem Tiefststand. Die Bundesakademie Weinheim richtet deshalb in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, den ersten Ausbildungsgipfel des Bäckerhandwerks am 25. und 26. Juni in Weinheim aus. Im Dialog mit Ausbildern, Azubis, Berufsschullehrkräften und weiteren relevanten Akteuren der Berufsausbildung sollen Strategien zur Zukunft der Ausbildung im Bäckerhandwerk erarbeitet werden „An dem zweitätigen Ausbildungsgipfel betrachten wir all die Themen, bei denen es aktuell brennt - darunter das Image der Ausbildung im Bäckerhandwerk, die individuelle Förderung von Azubis, aber auch eine zielgruppengenaue Ansprache von Bewerbern“, so Bernd Kütscher, Direktor der Akademie Weinheim. Zur Anmeldung bitte hier klicken.  

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